Joshua Tree National Park

Nachdem wir uns schweren Herzens von Gina und Hugo verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg in den nächsten National Park.
Eine dreistündige Fahrt trennte uns von dem im Osten gelegenen Park.
Da wir beide heute etwas erschöpft waren, hielten wir bei einem Starbucks in der Nähe des Highways an, um uns mit Kaffee zu versorgen. Mittlerweile müssten wir eigentlich schon das Kaffeeangebot des Franchise Unternehmens in und auswendig kennen, so oft wie wir uns in diesem Urlaub schon Kaffee dort bestellt hatten. Nicht nur wegen des Kaffees sondern auch wegen der sicheren Free-Wifi-Quelle, war Starbucks zu unserer Lieblingsanlaufstelle für Pausen geworden.

Mit heißen und kalten Kaffeegetränken versorgt, setzten wir unseren Weg fort. Dass es in den nächsten Tagen noch wärmer werden würde als es in San Diego war, merkten wir schon auf dem Weg.
Die Landschaft wurde wieder bergiger und vor allem trockener.

Die zweistündige Fahrt überbrückten wir mit einem Hörbuch, dass wir uns für die langen Fahrten heruntergeladen hatten. Eine willkommene Abwechslung bei den manchmal kilometerlangen Strecken in die gleiche Richtung.
Doch meistens entdeckte man auf jeder Fahrt etwas, was man noch nicht gesehen hatte. So auch auf dieser Fahrt. Schon von weitem sahen wir eine große graue Wolke, die hinter den Bergen in den Himmel ragte. Je näher wir kamen, desto mehr bestätigte sich unsere Vermutung: Im San Bernardino National Forest, in der Nähe von Palm Springs, brannte es.

Mit Löschflugzeugen versuchte man anscheinend noch das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Lange noch nachdem wir am Feuer vorbei gekommen waren, lag der Geruch nach verbranntem Holz in der Luft und ein Schleier aus Qualm bedeckte den Himmel.

Fast genau so eindrucksvoll war das nächste Highlight dieser Fahrt. In dieser Gegend schien es nicht nur sehr warm sondern auch sehr windig zu sein. Vor uns erstreckten sich kilometerlange Felder mit Windkraftanlagen.
Und wenn man dachte, dass das Feld bald endete, sah man im Hintergrund schon wieder das nächste Feld auftauchen.

Nun war es aber nicht mehr weit bis zum National Park und die Vorfreude stieg. Schon vor der Einfahrt in den Park konnte man sehen, wie sich die Landschaft wieder veränderte. Zuerst tauchten große Berge mit vielen kleinen Gesteinsbrocken auf.

Doch die Gesteinsbrocken wurden allmählich immer größer.

Im Joshua Tree angekommen kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dass eine Landschaft mit Steinen so imposant, wunderschön und faszinierend zugleich sein kann, hätte ich vorher niemals gedacht.

Schnell sicherten wir uns unseren Stellplatz für die Nacht (dieses Mal mit $15 ein echtes Schnäppchen), dessen Name im Joshua Tree Programm war.

Nico kannte diesen Campingplatz noch aus seiner USA Rundreise aus Kinderzeiten und war dennoch gleichermaßen überwältigt wie ich.

Wir suchten uns eine geeignete Stelle aus, die es zu erklimmen galt, um uns den Sonnenuntergang von oben anzuschauen.
Atemberaubend schön!

Wir kamen wohlbehalten wieder auf unserem Campingplatz an. Nicht nur das Besteigen der Felsen war manchmal etwas waghalsig, sondern auch, dass man immer auf der Hut vor Klapperschlangen sein musste, ließ das Ganze zu einem richtigen Abenteuer werden.

Als die Dämmerung einsetze und die Fledermäuse schon unterwegs waren, machten wir uns noch schnell ein paar Hotdogs bevor es zu dunkel zum Essen war.

Als wir dachten, der Tag hätte nicht schöner enden können, wurden wir aufs Neue überrascht. Die Nacht war so klar, dass man am Himmel die Sterne nur so funkeln sehen konnte. Der dunkele Nachthimmel war über und über mit Sternen bedeckt. Wir lagen also auf dem Rücken auf der Schlafgelegenheit unseres Vans, die Seitentüren weit geöffnet und schauten uns stundenlang den Sternenhimmel an. Sogar drei Sternschnuppen haben wir gesehen. Etwas so wunderschönes haben wir noch nie gesehen!

Als wir um 5:30h vom Wecker geweckt wurden, waren wir zwar noch ziemlich müde, aber nachdem wir gestern den Sonnenuntergang gesehen hatten, wollten wir den Sonnenaufgang auch auf keinen Fall verpassen.
Warm eingepackt und mit der Kamera ausgestattet, stiegen wir auf einen Felsen in der Nähe unsers Stellplatzes, um von dort aus den Sonnenaufgang zu beobachten.

Danach erkundeten wir die berühmten Felsen im National Park.

Skull Rock

Arch Rock

Nachdem wir noch ein paar Fotos gemacht, Coyoten in der Ferne heulen gehört und auf den Felsen gefrühstückt hatten, traten wir die Reise zu unserem nächsten Zwischenstopp an.
Welch ein wundervolles Erlebnis: Joshua Tree National Park!

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3 Gedanken zu “Joshua Tree National Park

  1. Sehr geil.. den Jumbo-Rock haben wir auch auf der Liste. War es schwer ne Site zu bekommen? Wir kommen sicher erst am späten Nachmittag an und ich habe bisschen Sorge… Super schöne Fotos!! Ich bin schon ganz gespannt wie es weiter geht. 🙂 LG Steffi

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    1. Dort bekommt man ohne Probleme eine Campsite. Dort muss man einen Briefumschlag ausfüllen mit KfZ Kennzeichen, Name, Ankunftsdatum etc. Einen Teil nimmt man dann mit zum Stellplatz und hängt es dort an einen kleinen Pfosten, den Briefumschlag schmeißt man dann am Eingang des Campingplatzes zusammen mit dem Geld in einen dafür vorgesehenen Briefkasten. Das war sehr unproblematisch, darum würde ich mir am wenigsten Sorgen machen 😉 Heute fahren wir zum Grand Canyon 🌄

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